Wanderung zum Dörrenbacher „Dornröschen-Weihnachtsmarkt“, am 16.12.17

Eigentlich finden die Wanderungen in das weitere Umland von Malsch immer sonntags statt. Manchmal gibt es Gründe, diese Tradition zu ändern. Sei es, dass die Termine bei der Jahresplanung noch nicht feststanden, oder wie beim Besuch eines Weihnachtsmarktes an einem Samstag eigentlich besser passen. Beide Gründe trafen bei der oberen Wanderung im besonderen Maße zu. Zum einen wurden die Termine von der Gemeinde Dörrenbach erst sehr spät bekannt gegeben; zum anderen entwickelt ein Weihnachtsmarkt erst mit dem Einbruch der Dunkelheit seinen Reiz und wenn man dann noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, was bei einem Markt in einer Weingegend schon wegen des außerordentlichen Glühweins ratsam ist, ist die Rückkehr nicht vor 20 Uhr zu erwarten.

Gasthaus zum Engel  Schloss in Bad Bergzabern       

Gasthaus zum Engel                                                                             Schloss in Bad Bergzabern

Die kleine ca. acht Kilometer lange und mit 100 Höhenmeter leichte Wanderung von Bad Bergzabern bis Dörrenbach sollte aber nicht nur zu einem in der Vorderpfalz bekannten Weihnachtsmarkt führen, sie sollte auch Einblicke in die nähere Heimatgeschichte bieten. Der Startpunkt der Wanderung bildete die im 13. Jahrhundert durch Rudolf von Habsburg um ein ehemaliges Wasserschloss entstandenen Siedlung Bergzabern. Im Laufe der Geschichte gehörte dieser Landstrich zur Kurpfalz und anschließend zur Herrschaft Pfalz-Zweibrücken. Am 10.11.1792 beantragten die Bürger Bergzaberns den Anschluss an die Französische Republik um dann im zweiten französischen Frieden wieder an das Königreich Bayern abgetreten zu werden. Trotzdem die Stadt im Holländischen Kriegs 1676 durch die Franzosen weitestgehend durch einen Stadtbrand zerstört worden war, haben sich einige interessante Bauwerke (teilweise allerdings wieder aufgebaut) erhalten. Diesen galt unser Interesse bei einem kurzen Stadtrundgang. Neben dem Schloss Bergzabern, in dem die Herzöge der Wittelsbacher-Linie von Pfalz-Zweibrücken residierten, galt unsere Aufmerksamkeit dem wohl schönsten Renaissancebau im Südwesten, dem von 1556 bis 1579 erbauten Amtssitz der  Herzöge Pfalz-Zweibrücken. Heute beherbergt das Gebäude eine Gaststätte und das Heimatmuseum der Stadt. Die katholische Kirche ist übrigens die Taufkirche der hier am 1. Januar 1922 getauften und am 11. Oktober 1998 von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochenen Jüdin Edith Stein.

Weihnachtsmarkt in Dörrenbach  Besuch des Weihnachtsmanns       

Weihnachtsmarkt in Dörrenbach                                                                                Besuch des Weihnachtsmanns

Ein unvorhergesehener Besuch des Weihnachtsmannes rundete unseren Besuch in Bad Bergzabern ab, bevor wir uns auf den Weg über den Pfälzer Weinsteig nach Dörrenbach begaben. Bevor wir uns in einem urigen Weinlokal an pfälzisch-elsässischen Spezialitäten laben konnten, besuchten wir das über die Region hinaus bekannte Renaissance-Rathaus, das in der Nachbarschaft der Wehrkirche mit ihrem burgartig befestigen Friedhof ein einzigartiges Gebäudeensemble bildet. Die Kirche beherbergte infolge ihrer Wehrhaftigkeit das Hochgericht von Pfalz-Zweibrücken. Außerdem besitzt die Kirche neben einem Kreuzrippengewölbe eine der ältesten Glocken der Pfalz, die von Fachleuten auf ein Alter von ca. 750 Jahren geschätzt wird.

Nach der verdienten Rast galt unser Interesse dem Weihnachtsmarkt, der neben dem bereits erwähnten Glühwein auch einen Kunsthandwerksmarkt zu bieten hatte. Dass wir zufällig einige Vereinsmitglieder, die dort einen Kurzurlaub verbrachten, bei einem Pfälzer Glühweinschoppen trafen, rundete die Wanderung mit einer persönlichen Note ab. Voller neuer Eindrücke fuhren wir anschließend mit dem Bus ab Dörrenbach und anschließend mit dem Zug über Karlsruhe nach Malsch zurück

Nach der verdienten Rast galt unser Interesse dem Weihnachtsmarkt, der neben dem bereits erwähnten Glühwein auch einen Kunsthandwerksmarkt zu bieten hatte. Dass wir zufällig einige Vereinsmitglieder, die dort einen Kurzurlaub verbrachten, bei einem Pfälzer Glühweinschoppen trafen, rundete die Wanderung mit einer persönlichen Note ab. Voller neuer Eindrücke fuhren wir anschließend mit dem Bus ab Dörrenbach und anschließend mit dem Zug über Karlsruhe nach Malsch zurück.
Zu unseren Wanderungen sind Gäste, immer willkommen
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henh

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