Auftaktwanderung für ein interessantes Jahresprogramm


Bei der Ortsgruppe Malsch des Schwarzwaldvereins ist es Usus, dass zu Beginn eines neuen Jahres der Vorsitzende eine interessante Wanderung plant. So geschehen auch in diesem Jahr durch den Wanderführer Josef Hable. Was kann man schon Interessantes bei einer Halbtageswanderung – und dann noch auf der eigenen Gemarkung - erwandern. Dies hört man häufig im Vorfeld und dennoch gelang es dem Vorsitzenden eine Route zu planen, die den Teilnehmern neben dem Wandergenuss interessante Einblicke in die lokale Geschichte gaben.

Vom Wanderheim ging es durch „die Spielfinken“, wie die Bezeichnung auf alten historischen Karten zu lesen ist, nach Waldprechtsweier. Dort im Ortsmittelpunkt angekommen, präsentierte sich das interessante Ortsbild. Die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Michaelskapelle neben dem alten Schulhaus und das nunmehr über hundert Jahre alte im Neorenaissancestil erbaute Rathaus sind wohl bekannt. Wer aber beachtet schon das vor der „alten“ Schule stehende Wegkreuz; und dabei handelt es sich um das älteste Kleindenkmal des Landkreises Karlsruhe. Schon bei der Entzifferung der Jahreszahl, die am Fußsockel zu finden ist, gibt es die ersten Schwierigkeiten. Das Kreuz ist im Jahre 1600 erstellt worden. Der Corpus und das Kreuz sind aus einem Stück gefertigt, ein Beweis dafür, dass das Alter des Wegkreuzes stimmt. Die Dübeltechnik –in der sonst alle Kreuze auf der Gemarkung Malsch gefertigt sind- wurde erst sehr viel später erfunden.

Vorbei an der nicht mehr vorhandenen unteren Mühle und der Fa. Baumann, die übrigens auch eine sehr wechselvolle Geschichte -Hanfreibe, Mahl- und Papiermühle- aufzuweisen hat, ging es auf dem einstigen Verbindungsweg wieder zurück ins Wanderheim.

Abschluss im Wanderheim
Abschluss im Wanderheim

Dort konnte man den interessanten Tag bei Kaffee und Kuchen sowie einem Vesper ausklingen lassen.

Hennhöfer

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