Wanderung rund um den Bannwald Eiberg 

Am Sonntag, den 27.07.08  wanderte die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins rund um den Bannwald Eiberg. Die von dem 1. Vorstand Josef Hable exzellent ausgewählte Wanderstrecke betrug rund 12 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 300 Meter. Die Philosophie der Wanderungen soll neben der Freude am Wandern und dem Erleben einer intensiven Natur auch die Geschichte der näheren Heimat erläutern. Unsere heutige Wanderstrecke entsprach allen diesen Punkten.

Das Bannwaldgebiet erstreckt sich auf einem zwischen Eyach und Enz gelegenen Bergrücken. Bereits zu Beginn der Wanderung erklärte ein Schild die Bedeutung des Gebietes: “Bannwald; Freilandlabor und Urwald von morgen“.   Der Bannwald wird nicht bewirtschaftet. Sich selbst überlassen entwickelt der Wald bald große Totholzbestände. Das abgestorbene Holz ermöglicht aber auch neues Leben. Über 1500 Käferarten und 1300 Pilze sind in Deutschland in totem Holz bereits nachgewiesen worden. Der Bannwald Eiberg wurde 1995 ausgewiesen und umfasst eine Fläche von 95 Hektar mit einem mäßig kühlen und niederschlagsreichen Klima. Hauptsächlich kommen Rot-, Schwarz- und Rehwildarten vor. Der bis ins 12. Jahrhundert unbesiedelte Nordschwarzwald galt als Reichs- bzw. Königsforst. Nutzungen als Waldweide und Waldfeldwirtschaft datieren bis 1830. Daneben wurde Holz im Zusammenhang mit der Brennholz- und Stammholzflößerei stark genutzt. Heute sollen sich unter dem Schutz der Bannwälder für den Nordschwarzwald typische Wälder herausbilden.

Wir erwanderten über der Höhe des Eyachtals den Eiberg. Dieses Tal ist unter den Fischliebhabern ein Geheimtipp. Dort werden im klaren Schwarzwaldwasser Forellen gezüchtet, die direkt in den nahen Gastronomiebetrieben gekostet werden können.  Dies taten wir natürlich zum Abschluss unserer Wanderung ebenfalls.

Wanderer


Die Eyach ist ein linker Nebenfluss der Enz, der durch den Zusammenfluss von Brotenaubach und Dürre Eyach gebildet wird. Der Name Yach ist erstmals in einer Stiftungsurkunde des Klosters Herrenalb aus dem Jahre 1148 genannt worden. Namensforscher vermuten, dass sich der Name aus den althochdeutschen Bezeichnungen für Baum und Wasser (also Eibenwasser) zusammensetzt. Auf der Eyach wurde mehr als 500 Jahre Holz geflößt. In den 80ziger Jahren erwog die Landesregierung, das Tal als Kühlwasserspeicher für das Kernkraftwerk Neckarwestheim zu nutzen. Eine Bürgerinitiative konnte diesen Plan zum Wohle der Natur verhindern.

Nach einer ausgiebigen Rast auf dem Eiberg wanderten wir über die Sitzbankhütte oberhalb des Enztales mit schönen Ausblicken auf Höfen und die Meisterebene an den Waldschraten vorbei zum Ausgangspunkt zurück, wo wir die Einblicke bei einem guten Essen Revue passieren ließen.

Enztal mit Höfen  Waldschrat

Enztal mit Höfen                                                                         Waldschrat

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