Wandertage in und um Mittenwald

18 Wanderer des Schwarzwaldvereins, Ortsgruppe Malsch trafen sich in der Zeit vom 29.07. bis 07.08 2012 zu Wanderungen in und um Mittenwald im Karwendel-/Wettersteingebirge, welche Rainer Walter organisierte. Die Teilnehmer reisten an unterschiedlichen Tagen an und auch ab.

Mittenwald liegt am mittelalterlichen Handelsweg Venedig – Augsburg und ist ein sehr schöner Ort. 

Mittenwald eingebettet von Bergen 
Mittenwald eingebettet von den Bergen 

Mittenwald ist eingerahmt von der Karwendel- und Wettersteingebirgskette. Durch diese besondere Lage ist der Ort ganzjährig nebelfrei und ist Luftkurort. Es gibt keinerlei Industrie in und um den Ort.

Viele Häuser sind mit einer Lüftlmalerei verziert. Hohe Beton-Hotelbauten sind dort nicht anzutreffen, da die Bauvorschrift für den gesamten Ort ein Haus nur Erdgeschoss und weitere 2  Stockwerke zulässt. Das 2. Obergeschoss ist im Dach. 

Lüftlmalerei

Hausbemalung 
Zwei Beispiele der schönen Mittenwald Hausbemalung 

Mittenwald hat eine sehenswerte alte Kirche im Originalzustand aus dem Jahre 1746 mit prachtvoller Innenausstattung. Noch heute befindet sich in der Peter und Paul-Kirche ein handgeschnitztes ca. 900 Jahre altes Kruzifix, das 2 Brände und ein Erdbeben unbeschädigt überstand.

900 Jahre altes Kruzifix 
Das ca. 900 Jahre alte Kruzifix, das mehrere Katastrophen überstand 

Nachdem Mathias Klotz (1653 – 1743) den Geigenbau in Italien gelernt hatte, brachte er den Geigenbau nach Mittenwald. Noch heute gibt es dort mehrere aktive Geigenbauer und es ist dort die einzige Fachschule für Geigenbau in Deutschland. 

Am ersten Tag war eine kleinere Tour in den Buckelwiesen bei Mittenwald von ca. 10 Kilometern zur Eingewöhnung angesagt. Die Buckelwiesen sind in der Eiszeit entstanden. 

Nach einer Ortsführung führte die Wanderung am 2. Tag zum oberhalb von Mittenwald liegenden Lautersee und Ferchensee. Nach einem steilen Anstieg erreichten die Wanderer einen traumhaft schönen Panoramaweg mit Aussichten auf Mittenwald, Karwendel und Wetterstein. Die beiden Seen wurden umrundet. Es waren Fische, Enten, Seerosenfelder usw. zu bestaunen. Auf dem Rückweg gab es eine Einkehr am Lautersee. 

Am Ferchensee 
Szene am Ferchensee 

Zur 3. Tour ging es auf den 1391 Meter hohen Kranzberg. Dort konnte eine wunderbare Aussicht genossen werden. Dort gab es viele Liegen, auf welchem man sich von der Aufstiegsanstrengung erholen konnte. Nach der Ruhepause wurde über den Wildensee / Wildenseehütte wieder nach Mittenwald abgestiegen.

Erholung am Kranzberg
Nach dem Aufstieg auf den Kranzberg warteten auf die Wanderer schöne Liegen

Aussicht auf den Wildensee vom Kranzberg
Vom Kranzberg gab es eine schöne Aussicht auf den Wildensee

Nur am 4. Wandertag mussten die Wanderer ihren PKW zur Fahrt ins Gaistal / Tirol benutzen. 

Leutascher Ache 
Kühlung der heiß gewanderten Füße an der Leutascher Ache im Gaistal/Tirol 

Auf einem schönen Forstweg wanderte die Gruppe der Leutascher Ache entlang zur Tillfußalm. Dort gab es zur Stärkung Käseknödel mit Salat. Die Käseknödel waren mit würzigen Käsesorten hergestellt. Neben der Tillfußalm liegt auch das ehemalige Wohnhaus des bekannten Heimatschriftstellers Ludwig Ganghofer. Nach dem Essen ging es über den Adlerweg und Ganghoferweg wieder zurück zum Ausgangspunkt. 

Pause auf der Terasse der Tillfußalm 
Die Terrasse der Tillfußalm im Gaistal vor herrlicher Berg-Kulisse 

Der 5. Wandertag führte uns mit dem kostenlosen Wanderbus zum Startpunkt nach Walgau. Von dort ging es dem Isarkanal entlang nach Krün. In Krün war eine schöne, alte Kirche mit einem kleinen Friedhof für die Familie „Ritter zu Groenesteyn“ zu besichtigen. Von Krün führte ein Weg zum Barmsee, der mit vielen schönen Aussichten umrundet wurde. Danach wurde zu den Buckelwiesen aufgestiegen und über die Goasalm am Schmalensee vorbei zur Gröbl-Alm gewandert. Dort wurde eingekehrt.

Nachdem sich der Teilnehmerkreis änderte, wurde am 6. Tag nochmals die Umrundungstour von Lautersee und Ferchensee in umgekehrtem Weg vorgenommen. Der Rückweg ging an diesem Tag über die sehr schönen Laintal-Wasserfälle zurück nach Mittenwald.

Leintalwasserfälle
Bei den Laintalwasserfällen

Und mit den neuen Wanderern wurde am 7. Tag die Kranzbergtour in abgeänderter Strecke nochmals gewandert. 

Malscher in bayrischer Tracht 
Zwei Malscher in bayerischer Traditionskleidung in Mittenwald 

Abends traf sich die Gruppe zum Ortsbummel und Einkehr z.B. in der schönen Fußgängerzone von Mittenwald. Zum Tagesabschluss gab es dann noch ein gutes, sehr großes Haller-Eis für Alle.

Eis zum Tagesabschluss 
Eis zum Tagesabschluss 

Am 4. August begann dann in Mittenwald der Bozner-Markt. Mit diesem historischen Fest gedenkt Mittenwald an die Jahre 1487 bis 1679, in welchen der Markt von Bozen nach Mittenwald verlegt wurde. Auf mehreren Bühnen und an weiteren Plätzen in der großen Fußgängerzone waren historische Vorführungen zu sehen. Es wurden nur Speisen und Getränke geboten, die in der Zeit von 1486 bis 1679 zu erhalten waren. 

Musikalische Landsknechte auf dem Bozner Markt 
Musikalische Landsknechte auf dem Bozner Markt 

Am 7. August reisten die letzten Wanderer zurück nach Malsch und alle kamen dort wohlbehalten an.

Auf vielfachen Wunsch könnten im nächsten Jahr die Wandertage Ende Mai, Anfang Juni oder im September wiederholt werden. 

Rainer Walter

© SCHWARZWALDVEREIN MALSCH e.V.